Birgits Kaffeetasse

Piratisches, Gemaltes und Sonstiges

Sicherheitsteam in Bremen – BPT132

Was die „Security“-Leute auf dem BPT so alles gemacht haben:

– Am Freitag ab 8 Uhr auf der Matte gestanden und beim Aufbau geholfen
– Kabel verklebt und verlegt
– Kabelgräben beim Aufbau bewacht damit niemand hineinfällt
– Die völlig unsichtbare Treppe in der hinteren Mitte der Bühne mit Leuchtband markiert, um Sturzunfälle zwischen Treppe und Vorhang zu vermeiden
– Die Hebebühne beim Einsatz abgesichert
– Sämtliche Notausgangsbereiche überwacht und gefühlte 20x von Gegenständen befreit, die die Ausgangsbereiche versperrt haben
– Für diverse um Hilfe und Orientierung bittende Piraten Erklärungen und Ansprechpartner vermittelt
– Verbrauchsmaterialien ausgegeben
– Die Mainorga beim Erstellen der Badges unterstützt und diese ausgegeben
– Verwaltung der Funkgeräte (Ausgabe/Rücknahme), Einweisen ins Funk-Handling, Austausch von Akkus, Besetzung der Funkzentrale, Infopunkt für Teamleiter, Vermittlung zwischen den Teams
– Immer wieder provisorische Druckstücke für Beschilderung erstellt und als schließlich das Gestaltungsteam die richtigen Schilder drucken konnte, diese ausgetauscht
– Für die Nutzung der Räume im oberen Stock als Arbeits- und Besprechungsräume ständig auf Abruf den Schlüsseldienst gemacht
– Die Türen im Bereich direkt hinter der Bühne mindestens 200x kontrolliert und etwa die Hälfte davon irgendwelche Gegenstände aus den Türen gezogen die deren Schließen verhindern sollten
– Den Rauchern auf diesem Hinterhof mehrfach mitgeteilt, wie rücksichtslos ihr Verhalten ist, sie gebeten die Türen geschlossen zu halten und extra einen Tür-Öffnungsdienst für die Tür beim Catering organisiert – sich dabei dann zum Dank von den betroffenen Rauchern (und Grillern, und Partytrinkern) anmaulen lassen
– Entsprechend der Weisungen der Polizei Bremen zwei Bühnenposten abgestellt und rechts und links auf die Hauptbühne plaziert
– Entsprechend der Anforderung der Mainorga zwei Zugangskontrollen in den hinteren Backstagebereich und Einlasskontrolle am Haupteingang der Halle am Aufbautag
– Schließdienst am hinteren Rolltor
– Auf Aufforderung der VL Aufbau von 2 Raucherpavillions seitlich des Haupteinganges inklusive einer Dauerwache vor der Tür (bei Saukaltem Mistwetter) weil die Raucher wieder mal den Nichtraucherschutz sowie die Hausordnung der Messe mißachteten und den Haupteingang belagerten
– Am zweiten Versammlungstag Einrichten eines weiteren Posten in der hinteren Halle (auf der kleinen Bühne) weil ein zusätzliches Tor in den hinteren Pressebereich offen bleiben sollte. Hier auch das Angebot Taschen/Gepäck abzugeben
– Die Eingangstür zum Catering-Bereich beaufsichtigt da freundliche „Nicht Stören“-Hinweise grundsätzlich mißachtet wurden
– Extra-Absicherung des Akkreditierungs-Bereiches am ersten Tag, um eine Akkreditierung schon so früh wie geplant zu ermöglichen, obwohl der Aufbau noch nicht abgeschlossen war (offene Gräben, Hubwagen)
– Die Badges jeweils für den Backstage-Bereich und den Zugang zum Catering kontrolliert, damit das Catering nicht auch noch weit über die bei ihnen angemeldete Personenzahl hinaus Essen ausgeben musste an Piraten die dafür aber nicht zahlen wollten
– Sich mehrfachst und anhaltend von Besserwissern, Wichtigtuern und überhaupt den tollsten und besten Mitgliedern der Piratenpartei anmaulen lassen, die meinten für sie (und selbstverständlich nur für sie) gälten die Regeln aller anderen natürlich nicht
– Mehrfach den Sanitätsdienst informiert, weil engagierte Piraten sich bei der Arbeit verletzt hatten. Diese aber nicht genug auf sich selbst achteten, um auf die Idee zu kommen alleine die Sanitäter aufzusuchen
– In der Halle verteilte Druckstücke eingesammelt und nach Genehmigung durch die Mainorga auf einem eigenen Tisch ausgelegt
– Vor Eroffnung des Parteitages kiloweise Reservierungs-Zettel von den Tischen entfernt
– Am Ende des ersten Tages die Tisch grob aufgeräumt, Müll entfernt, Leergut beseitigt
– Abendliche Kontrolle sämtlicher Türen, Verschluss des Pressebereiches
– Absperrung des Fahrstuhls am ersten Abend, nachdem bereits Piraten darin stecken geblieben waren
– Regelmäßig die Reinigungskräfte der Messe telefonisch informiert, wenn Flüssigkeiten, Scherben oder Ähnliches auf dem Boden gelandet sind, oder Mülleimer überquollen
– Bei drei Sanitätseinsätzen unterstützt und in einer (aus meiner Sicht) bewunderungswürdigen Aktion innerhalb allerkürzester Zeit einen Krankeneinsatzwagen so punktgenau eingewiesen, dass der auch ohne Verzögerung eine Nadel aus dem Heuhaufen hätte abholen können
– Fundbüro
– In der Halle grundsätzlich für die Mainorga auf Einhaltung der Hausordnung geachtet (z.B. Fahnen entfernt)
– Eine Türwache an beiden Tagen ab morgens um 7 gestellt, damit die Schläfer aus Halle 6 an die Duschen kamen
– Aus eigenem Fundus 5 Elektro-Mobile für geh-behinderte Besucher zur Verfügung gestellt
– Abbaukoordination, beim Abbau angepackt und auch hier wieder die offenen Kabelgräben und den Hubwagen abgesichert

Die meisten Team-Mitglieder bei der Sicherheit hatten das vorher noch nie gemacht was da plötzlich auf sie zukam.

Ich bin immer noch begeistert von diesen Piraten, die ihre Aufgabe einfach als notwendig erkannt und umgesetzt haben – gleichgültig ob sie vom Parteitag selbst so gar nichts mitbekommen konnten. Von diesen Piraten, die sich einfach kopfüber in ihre Aufgabe gestürzt und gemacht haben, egal ob sie vor Müdigkeit fast im Stehen einschliefen.

Vor allem finde ich es bewundernswert wie Ihr damit umgegangen seid regelmäßig angemault zu werden von irgendwelchen Leuten, die euch nur wahrgenommen haben als Posten die irgendwo rumstehen – nicht als Piraten die mit ganzem Herzblut dafür sorgen wollten, dass der Parteitag so sicher und ruhig verläuft, dass alle Beteiligten heil wieder Zuhause ankommen.

BTW: Die Durchschnitts-Arbeitsleistung der Teammitglieder lag bei ca. 55 Stunden in 3 Tagen

P.S.: Danke für den Hinweis, der betreffende Hubwagen wird „Steiger“ genannt

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13 Kommentare

  1. Tommy 4. Dezember 2013

    Cudos gibts hier sicher nicht. Ansonsten hätte ich Dir einen ganzen Eimer überreicht. Ihr habt wirklich einen tollen Job gemacht. Man kann es nie allen recht machen und ihr werdet auch mit jedem BPT perfekter. Die Security ist ein essentieller Baustein für das Gelingen eines Parteitages. Wer das anzweifelt liegt entweder komplett daneben oder ist ein Troll! Wir sehen uns in Bochum. Und lasst euch nicht annerven. Der Tommy vom Stream

  2. samy 4. Dezember 2013

    Danke dir! Das sollte weiteres sinnloses Gemaule wohl beenden! 🙂

  3. Mark Neis 4. Dezember 2013

    Danke. Ihr habt da echt gute Arbeit geleistet, auch wenn das leider nicht von allen Piraten anerkannt wird.

  4. FBMri 4. Dezember 2013

    Hallo,

    Hut ab vor der Leistung der vielen Helfer.
    Ich glaube an 90% der Aufgaben ist nichts auszusetzen, außer, dass sie vielleicht nicht „Security“ genannt werden sollten.

    Bei den Bereichen, wo es darum geht, Piraten zu sagen, was sie tun oder nicht tun dürfen, wohin sie gehen oder nicht gehen dürfen, würde ich aber noch mal nachverhandeln wollen. Klar, gewisse Zonen sind tabu, aber bei vergangenen Mitgliederversammlungen konnte ich mich freier bewegen und das ist auch in Ordnung. Die meisten Piraten haben eh besseres zu tun, als im Pressebereich rumzulungern.

    Grüße
    FBMri

    • Sir Thomas Marc 4. Dezember 2013

      Leider doch. Sie mussten Security oder Sicherheit oder Veranstaltungsschutz genannt werden, denn das war die Absprache mit der Polizei. Und Securyty war am billigsten zu drucken und zu bekommen.

      Alternativen nicht fein,
      also musste es diese Sein.

      Thomas
      TL Sicherheit auf dem BPT

    • BirgitsKaffeetasse 4. Dezember 2013 — Autor der Seiten

      Ich persönlich denke auch, dass es feiner gewesen wäre die Bereiche besser abzustimmen.
      Ich habe diese Bereiche nicht eingeteilt, stelle aber fest, dass die Räumlichkeiten selbst einfach suboptimal waren. Jeder der Zugang zum Catering hatte – wo nur auf ein wenig Respekt und Rücksicht geachtet werden sollte kam auch gleichzeitig ohne weitere Überprüfung zum Netz-Team oder Backstage.
      Das geht so gar nicht und führt logisch dazu, dass „harmlose“ hungrige Piraten genau so überprüft wurden wie solche die in die Bereiche gelangen, die unbedingt gesichert werden müssen.
      Klar fühlt sich da ein einfacher Futterer übermäßig kontrolliert. Ginge mir auch so.
      Ich persönlich werde bei der Mainorga nachfragen ob das zukünftig besser differenziert werden kann.
      Birgit

  5. Sir Thomas Marc 4. Dezember 2013

    Und das gleiche ist leicht für alle anderen 16 Teams auch zu sagen.
    Mainorga
    Stream
    Netzwerk
    Strom
    Audio
    Gestalltung
    Bühnenbau
    VL
    WL
    Awareness
    Sanis und Notarzt
    Akkreditierung
    Presse mit ich glaub fünf Aufgabenbereichen
    Front und Backoffice
    JvD im Team der VL
    DSB > ohne Audit diesesmal
    Foto und Bild
    mei, ich bekomme die aus dem Kopf nicht mal zusammen.
    Kabel und Kabel und Kabel… und Kabel…
    und CATERING!!! DANKE fürs Futter!

    Und und und.
    Freitag von 08:00 – 04:00 am Samstag morgen
    Samstag von 07:00 bis 22:30
    Sonntag von 07.00 bis 23:30
    Montag von 08:30 bis 14:00 Uhr

    Danke euch allen, in ALLEN Teams.
    Thomas

  6. Hendrik 4. Dezember 2013

    Danke für euren Job. Ihr wart mir als TL jedenfalls immer eine echte Hilfe.
    Da ich auch für den Grillabend 🙂 am hinteren Tor „verantwortlich“ war, möchte ich mich bei euch dafür entschuldigen, falls einer der dort Anwesenden euch angemault hat. Ich fand das Entgegenkommen von euch klasse, auch als es hieß, dass wir vor das Tor sollen.

    • BirgitsKaffeetasse 5. Dezember 2013 — Autor der Seiten

      Also das Allerschlimmste war der leckere Duft nach gebratenem Fleisch 😉

  7. BirgitsKaffeetasse 4. Dezember 2013 — Autor der Seiten

    Noch ein Nachtrag für die obige Liste:
    – Einlasskontrolle für den Pressebereich, so dass sich der Streß vom letzten BPT nicht wiederholt hat
    – Parzival und Carridwen die als Mediatoren in der Halle unterwegs waren
    🙂

  8. Bratwurst 5. Dezember 2013

    Zum Thema Akkreditierung:
    Das mit den zwei Türen hat sich tatsächlich als eine gute Idee erwiesen. Auch wenn die Akkrediteure mehr geschafft hätten, standen sich die Piraten nicht selbst im Weg. Der Start ging also sehr zügig, auch wenn es etwas Unverständnis gab. Also ein großes Lob für die Idee. 🙂

    Überhaupt: Gab es aus meiner Sicht keine Probleme in der ganzen Zeit, alle Sicherheitsleute waren entspannt und sehr freundlich. 🙂

    Vielen Dank.

    Sebastian

  9. Matthias Hagenbäumer 25. Juni 2014

    Mann, was bin ich froh, daß mir dieser Frondienst erspart geblieben ist.

    HUT AB und ernsthaft salutiert.

    • BirgitsKaffeetasse 25. Juni 2014 — Autor der Seiten

      Ich denke wir beide haben da eine unterschiedliche Sichtweise. Das hat nichts mit Frondienst zu tun. Weder heute, noch im letzten Jahr.

      Ausnahmslos alle vom Team tun das, weil sie daran glauben, dass das was Piraten tun wichtig ist. Weil sie alle ihren Teil dazu beitragen wollen, dass es funktioniert – ganz unabhängig von persönlichen Meinungen und/oder Befindlichkeiten.

      Es geht um einen funktionierenden Rahmen zur Teilhabe – von der „wir“ so gerne sprechen. Bei dem niemand mehr als absolut notwendig bevorzugt oder benachteiligt wird.
      Birgit

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